16.01.2026: 6 Monate Freiwilligen Dienst, ein Interview mit Kathrin
Interview mit Kathrin zum FSJ
Nele: Hey Kathrin, schön, dass du bei uns bist. Da dein FSJ heute zur Hälfte um ist, wollen wir gerne ein kleines Interview zu deinem FSJ machen.
Kathrin: Hey Nele, schön, dass ich da sein darf, los geht´s.
Nele: Ich liebe deinen Enthusiasmus! Dann starten wir mal mit der ersten Frage, stell dich doch einmal bitte vor.
Kathrin: Ich bin Kathrin, 19 Jahre alt und komme ursprünglich aus Stuttgart. Ich segle seitdem ich 8 Jahre alt bin.
Nele: Sehr cool, Dankeschön. Wie bist du denn auf ein FSJ gekommen?
Kathrin: Gute Frage, ich hatte Lust zwischen Schule und Studium mein Hobby „zum Beruf“ zu machen und mich als Trainerin und Seglerin zu verbessern.
Nele: Warum hat es dich dann nach Lübeck verschlagen?
Kathrin: Für mich war relativ schnell klar, dass ich raus aus Süddeutschland möchte, dann gab es die Option ans Meer zu gehen und da dachte ich let´s go. Ich habe über die Vereine an der Ostsee recherchiert und fand, dass der LYC am besten zu mir passt.
Nele: Was hattest du für Erwartungen an das FSJ?
Kathrin: Ich wollte neues lernen, neue Kontakte knüpfen, Spaß haben und mich weiterentwickeln.
Nele: Wurden deine Erwartungen bisher erfüllt?
Kathrin: Ja, meine Erwartungen wurden übertroffen, meine letzten 6 Monate waren super, ich hatte super viel Spaß, ich konnte neue Leute kennenlernen und hab mich als Trainerin weiterentwickelt und neues dazugelernt.
Nele: Das freut mich sehr, was waren denn deine Highlights?
Kathrin: Natürlich ging es erstmal mit der TW super los, welche schon mal das Erste große Highlight war, schnell danach kam aber auch das Einführungsseminar der Sportjugend und unser Summerfestival.
Allgemein ist die Zeit an und auf dem Wasser und die Leute hier im LYC ein großes Highlight
Nele: Du hast schon wirklich viel erlebt, worauf freust du dich in den nächsten sechs Monaten besonders?
Kathrin: Auf das Trainingslager in Barcelona, die Seminare der Sportjugend und ganz viel Zeit auf dem Wasser. Sowie weitere tolle Events, z.B. der Jugendstammtisch, das Sommerfest, an denen ich mitgearbeitet habe. Es folgen auch neue Projekte wie zum Beispiel das Strandsegeln der Übungsleitenden.
Nele: Darauf freue ich mich auch am meisten. Bei all den positiven Sachen, was würdest du in deinem FSJ gerne skippen, was du jedoch ab und an erledigen musst?
Kathrin: Das Aufräumen nach den Events und den segellosen Winter. Berichte schreiben tu ich ungern, dafür macht mir die Contentproduktion für Instagram viel Spaß.
Nele: Das geht uns glaube ich allen sehr ähnlich. Was machst du denn genau auf Instagram und warum?
Kathrin: Ich mach eine Vlogreihe, die gleichzeitig auch mein Jahresprojekt ist. Das Jahresprojekt könnte ein Aktionstag, aber eben auch, wie in meinem Fall der Instagram Auftritt des Vereins sein. Noch zusätzlich versuche ich immer wieder Content zu produzieren, um zu zeigen was wir so im Verein so machen.
Nele: In deinem Jahresprojekt, nimmst du uns auf Instagram in deinen Alltag mit und auf deine FSJ-Erlebnisse. Wie bist du auf das Jahresprojekt gekommen oder hattest du eine andere Idee?
Kathrin: Ich bin auf das Jahresprojekt gekommen, da Social Media mir super viel Spaß macht, und ich wollte, dass man auch einen Einblick bekommt, wie der Alltag so aussieht. Als andere Idee, hatte ich noch das Inklusionssegeln, was leider in den 12 Monaten schwierig umsetzbar ist.
Nele: Das Inklusionssegeln wäre sicher ein voller Erfolg, aber du hast schon recht, das sollte lieber etwas Langfristiges sein. Wo wir schon fast bei deinem Alltag sind, was machst du denn so über den Tag?
Kathrin: Ein wirklich typischer Tag, den gibt es nicht, eigentlich sieht jeder Tag anders aus, aber ich kann grob erzählen, was ich so mache. Meistens komme ich so gegen 10 Uhr ins Büro und checke Emails und beantworte Nachrichten und bearbeite Papierzeugs das so anfällt. Gegen Nachmittag ist dann meistens Training oder Theorie, aber meistens gibt es auch noch andere Sachen. Nach Travemünde fahren, um Motorboote zu kontrollieren, Eventsplanen und und und. Also sehr unterschiedlich, was so über den Tag anfällt
Nele: Wie lange geht denn ein typischer Arbeitstag?
Kathrin: Im Regelfall so bis 18/ 19 Uhr, je nachdem was so ansteht und wann ich anfange.
Nele: Das heißt du musst immer flexibel sein oder kannst du das im Vorfeld planen?
Kathrin: Prinzipiell weiß man im Vorfeld, wann Training und Theorie ist und kann damit gut planen, natürlich gibt es auch Tage an denen man flexibel reagieren muss und noch länger dableibt. Aber man kann sich noch gut mit Freunden treffen und noch außerhalb der Arbeit leben.
Nele: Dadurch, dass wir einen Sportverein sind, muss man ja ab und an auch mal am Wochenende ran. Ist für dich der Wochenenddienst schlimm?
Kathrin: Ne gar nicht, ich finde es super, wenn wir an den Wochenenden arbeiten, dann sind das meistens tolle Events, wie der Youth-Cup, die Eisarsch-Regatta oder andere Events die Spaß machen. Außerdem bekomme ich dann unter der Woche auch als Ausgleich Frei
Nele: Du bist ja zusätzlich auch im Sprecher:innen Team deines FWD-Jahrgangs, was können wir uns darunter vorstellen und wird dir das nicht manchmal zu viel?
Kathrin: Im Sprecher:innen Team arbeiten wir an sehr coolen Projekten: Merch für den Jahrgang, Content für die Sportjugend. Durch das Sprecher:innen Team bekomme ich Einblicke hinter die Kulissen der SJSH, die man sonst nicht kennenlernt. Im Team sind sehr coole Leute, die sehr engagiert und motiviert sind.
Das FWD fühlt sich nicht wirklich an wie Arbeit, ganz viel würde ich als Trainer in meiner Freizeit sowieso machen
Nele: Das ging mir damals genauso. Würdest du sagen, dass Vorkenntnisse im Segelsport notwendig sind?
Kathrin: Per se würde ich sagen nein, da wirklich sehr darauf geachtet wird, dass man Aufgaben bekommt, die für einen im Bereich des Möglichen liegen, nebenbei wird einem super viel beigebracht.
Vorkenntnisse sind natürlich super gut aber kein absolutes Muss.
Nele: Ich denke genauso, das Einzige was man wirklich braucht ist Bock auf das FSJ und ein gewisses Verantwortungsbewusstsein. Springen wir nochmal zurück zum Anfang, wie war dein erster Arbeitstag?
Kathrin: Ich durfte vor dem offiziellen Beginn schon drei Tage an der Wakenitz und am Mövenstein bei Wochentraining schnuppern. An meinem ersten Tag ging es relativ früh mit dem Aufbau für die Travemünder Woche. Hier habe ich schon viele herzliche Menschen kennengelernt zum Beispiel Ferdi, der sich um ganz viel Material kümmert
Nele: Wir arbeiten ja so gut wie immer zusammen, daher was schätzt du besonders an unserer Zusammenarbeit?
Kathrin: Die ehrliche Kommunikation, der offene Umgang miteinander, dass wir immer mal wieder auch miteinander lachen können, und der Austausch auf Augenhöhe.
Nele: Das sehe ich genauso, das ist mir beim Arbeiten auch sehr wichtig, gerade die ehrliche Kommunikation. Der LYC nimmt ja schon viel Zeit in unserem Leben ein, aber hast du denn auch außerhalb vom Büro, einen guten Anschluss gefunden?
Kathrin: JA AUF JEDEN Fall; ich wurde super herzlich aufgenommen und verbringe super gerne meine Zeit mit anderen Seglern am Mövenstein. Auch meine freien Tage verbringe ich super gerne mit den Leuten im LYC z.B. beim Segeln am Mövenstein oder beim gemeinsamen Klettern.
Nele: Kannst du dir vorstellen auch zukünftig als ÜL und Segler im LYC zu sein?
Kathrin: Ja auf jeden Fall, nach meinem FSJ helfe ich auch direkt im Anschluss bei der TW und freue mich auf weitere Events.
Nele: Jetzt als letzte Frage: was würdest du den Menschen empfehlen, die gerade noch auf der Suche nach einem FSJ sind oder vielleicht hadern es im LYC zu machen?
Kathrin: Macht es auf jeden Fall, es ist super cool, mit viel spaß, noch dazu erlebt man viele Sachen die man sonst nicht erlebt. Außerdem arbeitet man da wo andere Urlaub machen. Man sollte jedoch auch auf sich selber hören, wenn man keine Lust auf Outdoor Arbeit hat, dann vielleicht nicht im Segelsport. Ansonsten will ich euch sagen, bewerben, Leute kennenlernen und genießen.
Nele: Danke dir Kathrin und jetzt an alle die es lesen, macht euch schlau, seid mutig und bewerbt euch bei mir.
Formlose Bewerbung mit Motivationsschreiben an orga.jugend@lyc.de
Foto(s): privat