11.02.2026: Ein buntes Zeichen für mehr Barrierefreiheit im Segelsport
Auf der boot 2026 in Düsseldorf übergaben Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler-Verbands (DSV), Jens Kroker, Geschäftsführer der Turning Point Stiftung, gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Messe Düsseldorf Wolfram Diener eine aus Klemmbausteinen gefertigte Auffahrhilfe an Lutz Kleinfeldt vom Lübecker Yacht-Club.
Die sogenannte Lego-Rampe ist Teil eines gemeinsamen Inklusionsprojekts von DSV und Turning Point Stiftung. Ziel ist es, mit einfachen und zugleich aufmerksamkeitsstarken Mitteln Barrieren abzubauen und den Zugang zu Vereinsgeländen, Stegen und zum Segelsport zu erleichtern – für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer, Menschen mit Gehhilfen sowie Familien mit Kinderwagen.
„Diese Rampe ist mehr als eine technische Lösung. Auf spielerische Weise machen die bunten Legosteine Hindernisse sichtbar, über die viele von uns im wahrsten Sinne des Wortes oft einfach hinweggehen. Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir Barrieren im Segelsport erkennen und aktiv angehen“, sagte DSV-Präsidentin Mona Küppers.
Die Rampe wurde am DSV-Stand gemeinsam mit Messegästen gebaut. Unterstützt wurde die Aktion von Rita Ebel, bundesweit bekannt als „Lego-Oma“, die selbst im Rollstuhl sitzt und barrierefreie Rampen aus Klemmbausteinen realisiert. Möglich wurde der Bau durch zahlreiche Spenden von Vereinen und Privatpersonen.
„Inklusion beginnt oft mit sehr konkreten, praktischen Lösungen“, betonte Jens Kroker von der Turning Point Stiftung. „Dieses Projekt zeigt, wie niedrigschwellig Engagement sein kann – und welche Wirkung es entfaltet, wenn viele mitmachen.“
Der Lübecker Yacht-Club erhält die Rampe für seinen Standort Mövenstein, wo sie eine Stufe zu einem Sanitärgebäude überbrücken wird. Der Verein plant dort aktuell den Aufbau eines inklusiven Segelangebots.
„Wir freuen uns sehr über diese Rampe – sie passt genau zu unserem Vorhaben, mehr Menschen mit Handicap den Zugang zum Segeln zu ermöglichen“, sagte Lutz Kleinfeldt. „Sie ist praktisch, auffällig und ein echtes Statement für Offenheit in unserem Verein.“
Auch die Messe Düsseldorf unterstützte das Projekt von Beginn an. „Die boot steht für Wassersport in all seinen Facetten – dazu gehört ganz selbstverständlich auch Inklusion“, so Wolfram Diener, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. „Diese Aktion zeigt, wie Messe, Verbände und Stiftungen gemeinsam gesellschaftliche Impulse setzen können.“
Eine Rampe aus Lego-Steinen ersetzt kein umfassendes Barrierefreiheitskonzept – das ist allen Beteiligten bewusst. Doch sie macht deutlich, wo Hindernisse bestehen, und lädt dazu ein, weiterzudenken. Oder, wie Mona Küppers es formuliert: „Segeln für alle möglich zu machen, ist kein Einzelprojekt, sondern eine gemeinsame Aufgabe.“
Foto(s): DSV